Feld frei für Pinguinvilla

Feld frei für Pinguinvilla

Erdarbeiten in der Neuen Parkmitte abgeschlossen

Mit dem Aushub für die neue Pinguinanlage im Luisenpark ist nun Baugrube drei von drei geschafft. Die Erdarbeiten in der Neuen Parkmitte sind damit abgeschlossen und das Gelände zwischen Pflanzenschauhaus und Kutzerweiher lässt schon die Umrisse der entstehenden Bereiche erkennen. Bei der künftigen Unterwasserwelt hat der Rohbauer bereits seine Arbeit für die Umsetzung der äußeren Hülle aufgenommen und auch der Boden für die begehbare Freiflugvoliere ist bereitet.

Mannheim, 17. November 2021. In der Baugrube für die neue Pinguinanlage werden im nächsten Schritt Leitungen verlegt und mit dem Rohbau für Tierpflegeräume und Technik begonnen. Diese internen Bereiche sind dank der landschaftlichen Gegebenheiten mit einem leichten Gefälle versteckt im Hügel untergebracht, wodurch der Besucher keine Barriere wahrnimmt. „Anschließend beginnt im kommenden Jahr der Ausbau des Wasserbeckens für den Pinguinbau“, erläutert Philipp Goldschmidt von der Stadtpark Mannheim gGmbH, der die Planungen in enger Abstimmung mit dem Zoologieteam verantwortet.

Die Pinguinanlage, die bis zur Bundesgartenschau 2023 im neuen Parkzentrum entsteht, wird im Vergleich zum früheren Gehege nicht nur deutlich größer – sowohl im Wasser als auch an Land – sondern auch um einiges naturnaher gestaltet. Eine Felslandschaft prägt in ausgewählten Bereichen die Oberflächenstruktur der Anlage: In unmittelbarer Nähe zum Wasser kommt Granitgestein zum Einsatz, das unter anderem verhindert, dass Erde in das Becken gelangt. Im Pinguinpool selbst wird Kunstfels modelliert, der dem Naturstein optisch entsprechen wird. Die restliche Anlage wird mit Kies, Sand und Grasflächen geformt. Darüber hinaus zieren vier Linden den künftigen Lebensraum der Mannheimer Humboldt-Pinguine. Diese lassen es sich übrigens seit August 2020 im Frankfurter Zoo gut gehen, bis ihre neue Wohlfühloase in der Neuen Parkmitte fertig ist.

Win-win für alle!

Die neue Anlage bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Abwechslung und zusätzlichen Komfort: Das neue Wasserbecken sorgt mit unterschiedlichen Tiefenniveaus und Strömungspumpen für mehr Aufenthaltsqualität im Wasser. Eine auslaufende Uferzone erlaubt den Pinguinen künftig bequemeres Anlanden. Der Landteil wird deutlich vergrößert, um ein besseres Abtrocknen der Pinguine vor dem Betreten der Bruthöhlen zu ermöglichen. Grund zur Freude haben aber auch die Besucher: Sie können das Treiben unter Wasser, den sogenannten Unterwasserflug der Pinguine, durch eine große Panoramascheibe an der tiefsten Stelle des Beckens beobachten, erhalten jedoch auch an Land bessere Einblicke in das Verhaltensrepertoire der beliebten Frackträger. Moderne Wassertechnik minimiert zudem künftig den Verbrauch von Frischwasser.

Neue Wege beschreiten

Wer schon jetzt wissen möchte, wie es sich künftig durch die Neue Parkmitte spazieren lässt, der kann sich vor dem Eingang des Pflanzenschauhauses einen Eindruck verschaffen. Dort können Interessierte eine Probefläche des angedachten Bodenbelags für die Besucherwege im künftigen Parkzentrum in Augenschein nehmen. Der sogenannte Drainbeton in beiger Färbung soll über die Wintermonate hinsichtlich seiner Strapazierfähigkeit und Schmutzentwicklung auf Herz und Nieren geprüft werden, bevor die finale Entscheidung fällt. Der ausdrückliche Wunsch an die Besucher daher: Betreten nicht nur erlaubt, sondern unbedingt erwünscht!

Hintergrund:

Neue Parkmitte & BUGA 23  

Rund um den südlichen Teil des Kutzerweihers entsteht in verschiedenen Abschnitten die Neue Parkmitte des Luisenparks mit großzügigen Gebäuden, offen gestalteten Erlebnisräumen und neuen Arten der Tierbegegnung. Es entstehen eine neue Unterwasserwelt mit darüberliegendem Gastronomiebereich, eine begehbare Freiflugvoliere sowie eine neue Pinguinanlage. „Alle Neubauten sind so geplant, dass sie sich sanft in die bestehende Landschaft und Pflanzenwelt des Parks einbetten, dessen ganzjährige Nutzbarkeit weiterentwickeln und dem Luisenpark im Zentrum ein neues, zeitgemäßes Gesicht geben – zur Bundesgartenschau 2023 und darüber hinaus“, betont Parkdirektor Joachim Költzsch. „Mit der Umsetzung dieses ersten großen Bauabschnitts wird ein neuer attraktiver Anziehungspunkt zur Bundesgartenschau in Mannheim entstehen. Der Luisenpark wird sich als zweiter Veranstaltungsort der BUGA innovativ und zukunftsorientiert präsentieren“, freut sich Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA 23. Mehr erfahren unter: www.luisenpark.de/neue-parkmitte

Die Bundesgartenschau in Mannheim findet von 14. April bis 8. Oktober 2023 auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände und im Luisenpark statt, der bereits 1975 Teil der damaligen Bundesgartenschau war. Per Seilbahn wird der beliebte Stadtpark über den Neckar hinweg mit dem 62 Hektar großen, neu entstehenden Landschaftspark im Nordosten der Stadt verbunden sein. Die BUGA 23 ist Gartenschau, Sommerfest und Experimentierfeld rund um das Thema Nachhaltigkeit in einem. Sie ist Teil des Grünzugs Nordost, der rund 220 Hektar Grünflächen miteinander verbindet. Ein neues Naherholungsgebiet entsteht, das vom Käfertaler Wald über die Vogelstang-Seen, den neuen Spinelli-Park und die Feudenheimer Au bis zum Luisenpark reicht. „Darüber hinaus wollen wir 2023 den über 2,1 Millionen erwarteten Besucher*innen auch Lösungen bieten für drängende Probleme in den Bereichen Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung“, erklärt Michael Schnellbach die ambitionierten Ziele der BUGA 23, die darauf zielt, die erste klimaneutrale Bundesgartenschau in Deutschland zu werden.  

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