Weltpremiere: Musical über das Leben von Joy Fleming – Kooperation mit Mannheimer Runde

Weltpremiere: Musical über das Leben von Joy Fleming – Kooperation mit Mannheimer Runde

  • BUGA 23 produziert in Kooperation mit der Mannheimer Runde Musical, das dem Leben von Joy Fleming gewidmet ist.
  • Als Welturaufführung wird es an 15 Abenden auf der Hauptbühne gespielt – ohne zusätzliche Kosten für die Besucher*innen der BUGA 23.
  • Bernd Fleming, Sohn der Sängerin, unterstützt das Projekt, welches im Kulturprogramm „BUGA 23: LEBENSKUNST“ läuft.

Es wird eine Weltpremiere der ganz besonderen Art: Gemeinsam mit der Mannheimer Runde produziert die BUGA 23 ein Musical, das dem Leben der Mannheimer Ausnahme-Sängerin Joy Fleming gewidmet ist. Als Teil des Kulturprogramms „BUGA 23: LEBENSKUNST“ findet die Uraufführung auf der Hauptbühne des Spinelli-Geländes im Rahmen der Bundesgartenschau Mannheim 2023 statt. An 15 Abenden wird es aufgeführt – ohne zusätzliche Kosten für die Besucher*innen der BUGA 23.

Joy Fleming ist DIE Tochter Mannheims. Sie gilt als eine der großen Soulsängerinnen. Deutschlandweit berühmt wurde sie in den 1970er Jahren mit dem Hit „Neckarbrückenblues“. Im Rahmen der „BUGA 23: Lebenskunst“ entsteht nun ein neues Musical, das ihrem Leben gewidmet ist. Ermöglicht wird die Produktion dank der Mannheimer Runde.

„Der gesellschaftliche Schulterschluss ist ein Thema, das mir für die BUGA 23 besonders am Herzen liegt. Mit einem Musical über unsere Mannheimer Original Joy Fleming werden wir diesem Anspruch auf vielen Ebenen gerecht. In der Entstehung bauen wir auf die Expertise und Unterstützung unseres Mittelstands in Gestalt der Mannheimer Runde. In der Umsetzung verknüpfen wir das Werk und Wirken von Joy Fleming mit den Leitthemen der Bundesgartenschau. Und im Resultat bekommt das vielschichtige Publikum der BUGA 23 eine Welturaufführung, die mit maximalem Identifikationspotenzial ausgestattet ist“, beschreibt Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, die strategische Bedeutung des Projekts.

„Die Mannheimer Runde bezeichnet sich nicht umsonst als Verein für bürgerschaftliches Engagement: Wir initiieren und fördern Projekte, die allen zu Gute kommen und das breite Engagement des Mannheimer Mittelstands verkörpern. Als die Idee eines Musicals inspiriert von Joy Fleming an uns herangetragen wurde, waren wir sofort begeistert. Indem Unternehmen aus unserem Kreis die Patenschaft für 15 Abende übernehmen, kann das Publikum der BUGA 23 ohne zusätzliche Kosten einen hochkarätigen Musicalabend erleben, der das Gemeinschaftsgefühl in unserer Stadt mit Hilfe einer Mannheimer Legende heraufbeschwört. Wir leisten damit einen Beitrag für breite kulturelle Teilhabe“, umreißt Stefan Kleiber, erster Vorsitzender der Mannheimer Runde, das Engagement des Vereins.

„Mit dem Tod von Joy Fleming hat unsere Stadt eine Mannheimer Ikone, eine künstlerische Botschafterin und eine gesellschaftliche Integrationsfigur verloren. Ich persönlich musste mich von einer engen Freundin und vertrauten Weggefährtin verabschieden. Umso mehr war es mir ein Anliegen, das Andenken an Joy auf eine neue Ebene zu heben. Mit einem eigenen Musical inspiriert von ihrem Leben und ihren Songs steht Joy Fleming fortan in eine Reihe mit Größen wie Udo Jürgens oder Rainhard Fendrich. Mit einer Welturaufführung auf der BUGA 23 und 15 Vorstellungen für die Besucherinnen und Besucher schaffen wir einen Rahmen, der überregional strahlt. Ich bin glücklich, dass diese Vision, die ich schon länger mit mir herumtrage, dank der Mannheimer Runde und der BUGA 23 Realität wird. Und ich bin dankbar, dass die Erben uns das Vertrauen schenken, dieses Projekt umzusetzen“, erklärt Thorsten Riehle, 2. Vorsitzender der Mannheimer Runde und Initiator des Musical-Projekts.

Von Anfang an in die Überlegungen zum Projekt eingebunden war Joy Flemings Sohn, Bernd Fleming: „Mir war immer bewusst, dass die Lieder und das ganze Wesen meiner Mutter im Laufe der Jahrzehnte zu einem tief verwurzelten Kulturgut des Mannheimer Alltags geworden sind. Umso wichtiger war mir nach ihrem schmerzlichen Tod, dass wir eine Form der Würdigung und Fortführung ihres künstlerischen Erbes finden, die auf einer großen künstlerischen Vision beruhen. Dazu gehört auch, dass die zeitlosen Interpretationen von Joy Fleming mit einer neuen Aktualität aufgeladen werden. Ein eigens produziertes Musical mit einer Story zu drängenden Themen des Hier und Jetzt gepaart mit der Einbindung von Erlebnissen und Liedern meiner Mutter und das alles auch noch auf der großen Bühne einer Bundesgartenschau: das ist ein Rahmen, der sie bestimmt stolz gemacht hätte.“

Dass dieses wunderbaren Musiktheaterstück als Uraufführung im Kulturprogramm „BUGA 23: LEBENSKUNST“ produziert wird, ist maßgeblich auch Fabian Burstein, Projektleiter Kultur- und Veranstaltungsprogramm der BUGA 23, zu verdanken: „Wir haben uns von Anfang an festgelegt, dass wir beim Veranstaltungsprogramm der Mannheimer Bundesgartenschau niemals beliebig sein wollen und auf eigens entwickelte Inhalte setzen, die wir mit Partnern aus der regionalen Szene koproduzieren. Dass sich mit der Mannheimer Runde nun sogar das Aushängeschild des Mannheimer Mittelstands auf diese Arbeitsweise einlässt und dadurch die Würdigung von Joy Flemings Lebenswerk in eine eigene künstlerische Form gegossen werden kann, ist ein ermutigendes Signal für die BUGA 23. Wir gehen nun noch optimistischer in die weiteren Programmplanungen“, so Burstein.

„Die Kooperation mit der Mannheimer Runde steht auch sinnbildlich für die Philosophie, mit der wir das Thema Sponsoring anpacken. Uns geht es nicht um den Verkauf von Logo-Platzierungen, sondern um inhaltsstarke Partnerschaften, die einen vertrauensvollen Austausch und gemeinsame Projektentwicklung einschließen. Dass nun just das starke Mittelstandskollektiv der Mannheimer Runde zum Botschafter dieser Herangehensweise geworden ist, ist ein echter Glücksfall, der uns viel Rückenwind für die kommenden Monate verleiht“, freut sich Kirsten Batzler, als Bereichsleiterin unter anderem für das Marketing und Sponsoring der BUGA 23 zuständig.

1975 vertrat Joy Fleming Deutschland beim Grand Prix mit dem Song „Ein Lied kann eine Brücke sein“. Über 40 Jahre lebte die Sängerin auf einem Bauernhof in Sinsheim bei Mannheim mit ihrem französischen Lebenspartner. 2017 ist Joy Fleming im Alter von 72 Jahren gestorben.

Die Story des Musicals:

Ein Lied kann eine Brücke sein

Es sind die Tage nach dem Krieg. Durch Mannheim fahren amerikanische Jeeps. Das Leben erhebt sich langsam wieder aus den Ruinen und auch die Musik kehrt zurück in die Stadt. In den Clubs, die die G.I.s schnell improvisieren, läuft Jazz, Swing und Blues. Ein junges „deutsches Fräulein“ schlägt sich durch die Clubs. Zunächst als Kellnerin, bald schon als Sängerin, die die ideale Stimme für diese bluesige Musik hat. Von den Nachbarn und Eltern misstrauisch beäugt, geht sie ihren eigenen Weg – zwischen den Trümmern des alten Deutschlands und einer neuerwachenden Zeit. Zwischen den musikalischen Genres und zwischen den Kulturen. Sie wird eine unabhängige Frau, die aneckt – denn sie weiß, was sie will.

In unseren Tagen. Eine junge unabhängige Frau, die weiß, was sie will, eckt an. Gerade auch mit ihrer Musik, die sie in Mannheim macht. Einmal zu viel angeeckt, wird sie zu Sozialstunden im Pflegeheim verdonnert und lernt dort eine Gruppe von alten Menschen kennen, die scheinbar in Lethargie versunken sind. Stur und frustriert versieht sie ihren Pflichtdienst. Doch die Musik führt die junge Frau und die Alten zusammen. Ihr neuer Mannheimer Sound und die Songs der Nachkriegszeit verschmelzen zu einem anderen Lebensgefühl. Sie sind Rettung aus der Lethargie und neue Perspektive. Und am Ende strahlt im neugegründeten Chor eine alte, unabhängige Frau, die schon in den Clubs der G.I.s gesungen hat.

Bildunterschrift;

Weltpremiere des Joy Fleming-Musicals dank Mannheimer Runde: Stefan Kleiber, Michael Schnellbach, Kirsten Batzler, Thorsten Riehle, Bernd Fleming und Fabian Burstein

© Foto: BUGA 23/ Go7

admin
Author: admin

Schreibe einen Kommentar