Nördlich der U-Halle wurden 4.440 Rosen auf dem Experimentierfeld gepflanzt

Nördlich der U-Halle wurden 4.440 Rosen auf dem Experimentierfeld gepflanzt

  • Innerhalb der letzten zehn Tagen wurde der Rosenbeitrag auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern angelegt.
  • Ein Schwerpunkt liegt auf robusten Rosen mit einfachen und halbgefüllten Blüten, da sie eine optimale Nahrungsquelle für Insekten darstellen.
  • Publikumsliebling Rosen sind ein Highlight einer jeder BUGA.

Im Themenfeld Umwelt liegt das Rosenparadies.: Hier, nördlich der U-Halle, wurden in den vergangenen Tagen auf einer Fläche von insgesamt 1.500 Quadratmetern in 37 Einzelbeeten die Rosen für die Bundesgartenschau Mannheim 2023 angelegt: Wild- und Beet-Rosen, Zier- und Kleinstrauchrosen reihen sich in perfekter Formation mit Gräsern und Stauden ein und bilden geschwungene Blätterformen.

Von Weiß und Gelb über Orange bis Rosa, Pink und Rot changieren die Farben der Rosenbeete. Was auf den ersten Blick wie ein wunderschönes ornamentales Mandala aussieht, ist bei genauer Betrachtung ein akribisch ausgearbeiteter Pflanzplan, der genau vorgibt, wo welche Rose in welcher Größe, Sorte, Farbe platziert werden soll. „Das war eine knifflige Aufgabe, hier eine Umsetzung zu finden, die auch logistisch funktioniert, denn die zirka 4.440 Rosen werden von 13 verschiedenen Rosenbaumschulen angeliefert und müssen dann im richtigen Beet gepflanzt werden“, erläutert BUGA-Projektleiter Dominik Kühn.

Bereits jetzt erkennt man klar und eindeutig die Strukturen der Beete, welche die Formen von Blättern darstellen. Wie die Farben der Blüten verlaufen werden, gibt der detailliert ausgearbeitete Pflanzplan vor. Nach diesem Plan wurden 209 Rosensorten auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern innerhalb von zehn Tagen gepflanzt. Begleitet werden die Rosen von 3.000 Stauden und Gräsern.

„Damit die Rosen bei der BUGA 23 ihre volle Pracht entfalten können, war es wichtig, dass sie noch 2021 in die Erde kommen. 2022 werden sie um knapp 38.000 Blumenzwiebeln ergänzt, damit Tulpen, Zierlauch und Narzissen im BUGA-Jahr erstrahlen“, erklärt Kühn.

„Bei der Auswahl unserer Rosensorten haben wir einen besonderen Fokus auf die Insektenfreundlichkeit gelegt. Wir wollen robuste Pflanzen mit einfachen oder halbgefüllten Blüten, weil sie eine optimale Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge darstellen“, erklärt Lydia Frotscher, DBG-Ausstellungsbevollmächtigte und Leiterin der Gärtnerischen Ausstellungen der BUGA 23.

Für die Gestaltung des Rosenbeitrags zeichnet das Planungsbüro Christian Meyer aus Berlin verantwortlich. Bei der Erstellung des Konzepts hat das Planungsbüro die unterschiedlichen Wuchsformen und Blütezeiten der vielfältigen Rosenzüchtungen berücksichtigt, um möglichst während der gesamten Ausstellungsdauer eine attraktive Blütenpracht zu gewährleisten. Außerdem werden bei der Planung der linear geordneten Flächen der ästhetische Aspekt und das Farbschema besonders berücksichtigt. In den landschaftlichen Bereichen darf es etwas wilder zu gehen: Dort sind Rosen und Stauden locker in den Flächen verteilt.

Seit jeher sind die Rosenausstellungen wesentlicher Anziehungspunkt auf Bundesgartenschauen. Die Königin der Blumen entzückt die Besucher*innen immer wieder mit ihren feinen Duftnoten und fasziniert mit ihren prachtvollen Blüten in den unterschiedlichsten Farben. In der Rosenzüchtung liegt der Schwerpunkt seit einigen Jahren auf robusten und insektenfreundlichen Pflanzen.

Der erste Rundgang der Preisrichter für den Rosenwettbewerb findet voraussichtlich im Frühsommer 2022 statt.

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